Passwort vergessen?

Login
Zum Inhalt ...
Weiße Schrift

Risiko Schimmelpilz und fachgerechte Schimmelpilzsanierung

Eine der großen Ängste von Bauherren und Sanierungswilligen sind Schimmelpilzbildungen nach Abschluss der Arbeiten. Diese Sorge ist auch mehr als berechtigt, denn die deutsche Verbraucherzentrale Stuttgart spricht von 40 % aller sanierten Wohnungen, die Schimmelpilzbildungen aufweisen. Woher kommt dieser ungebetene Gast, wie entfernt man ihn und wie sorgt man dafür, dass er sich gar nicht erst einrichtet?

Von Druckvoransicht

Einschubelemente Holz - LehmDer Begriff „Schimmelpilze“ beschreibt eine Vielzahl an niederen Pilzarten, die sich über Sporenflug fortpflanzen. „Nieder“ weil diese Pilzarten „nur“ dort wachsen können, wo es für sie angenehm feucht ist. Sie stehen im Gegensatz zu höheren Pilzarten wie dem Echten Hauschwamm, der in der Lage ist im Keller auszukeimen, unter dem Putz zum Dach zu wachsen und Bausubstanz zu zerstören. Von Schimmelpilzen an sich geht im Normalfall keine Gefahr für das Bauwerk aus.

Luftkeime vor der SanierungAnders verhält es sich für die Bewohner in Schimmelpilzbefallenen Wohnräumen. Da sich Schimmelpilze über Sporenflug fortpflanzen, bilden diese kontinuierlich Sporen aus und entlassen diese in die Raumluft. Das sichtbare Pilzgeflecht, was man gemeinhin als Schimmelpilz wahrnimmt ist in Wahrheit nur für die Fortpflanzung verantwortlich. Der wahre Pilz befindet sich in der Wandoberfläche und ist damit gut vor äußeren Einflüssen geschützt. Laut TÜV-Reinland gibt 1 m² sichtbare Pilzfläche pro Stunde etwa 10.000 Sporen ab. Da es sehr viele Schimmelpilzarten gibt und jede Art die andere beim Streit um geeignete Nährböden versucht zu verdrängen, bilden die Pilzarten verschiedene Stoffe aus, die für andere giftig sind. Diese sind zum Teil auch für uns Menschen gefährlich.

Vom deutschen Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) wurden Schimmelpilze in Wohnräumen in Gefährdungsklassen eingeteilt. Gefährdungsklasse A bildet nachweislich Giftstoffe aus und kann zu gesundheitlichen Einschränkungen und Erkrankungen führen. In der Sanierungsarbeit in Südtirol zeigt sich regelmäßig, dass ein Bewohnen von Wohnungen mit Schimmelpilzen der Gefährdungsklasse A so gut wie immer mit gesundheitlichen Beschwerden einhergeht, auch wenn die Bewohner selten die Schimmelpilzbildung damit in Verbindung bringen.

Nach Umweltmedizinern gelten als typische Erkrankungen, die häufig auf Schimmelpilze zurückzuführen sind: Hausstauballergien, Asthma Bronchiale, Hautekzeme u.a. Typische Schimmelpilzsymptome in Wohnräumen sind häufige Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Hautausschläge, migräneähnliche Symptome. Schimmelpilze der Gefährdungsklasse B stellen laut Definition über einen längeren Zeitpunkt gesundheitliche Risiken dar, sind jedoch ebenfalls in der Lage Mykotoxine (Giftstoffe) auszubilden. Schimmelpilze der Gefährdungsklasse C können dies nicht. Alle Schimmelpilzarten sind jedoch in der Lage Allergien zu erzeugen und sind außerdem immer Träger von Viren und Bakterien und liefern damit immer ein zusätzliches Infektionspotential.

Wie wird nun eine bestehende Schimmelpilzbildung saniert?

Wichtig zu wissen ist, dass Schimmelpilze immer bestrebt sind, ihre Art zu erhalten. Bei Berührung geben sie damit sämtliche verfügbare Pilzsporen ab. Dabei kann es sich schnell um mehrere Millionen Sporen handelt. Nach Abschluss der „Malersanierung“ ist die Pilzsporenbelastung in den Räumlichkeiten um das 1000-fache erhöht. Laut Labor zeigt bereits ein einziger Klebestreifen, der an eine Wand in einer „unsachgemäß sanierten“ Wohnung an eine Wand geklebt wird, massive deutliche Schimmelpilzbildung. Bei einer fachgerechten Sanierung werden die zu sanierenden Räumlichkeiten mit einer Luftschleuse abgetrennt oder versiegelt. Anschließend werden die pilzbefallenen Oberflächen mit Fräsern und einer Spezialabsaugung entfernt. Nach einer Desinfektion und Behandlung der gefrästen Oberflächen sind diese mit speziellem alkalischen Mörtel neu zu verputzen. Den Abschluss und die Kontrolle einer fachgerechten Sanierung sollte immer eine Luftkeimmessung und eine Freimessung außen bilden. Damit kann kontrolliert werden, ob tatsächlich keine gefährlichen Pilzsporen mehr vorhanden sind und die Sanierung richtig durchgeführt wurde. Neben einer fachgerechten Sanierung ist immer vorab auch eine Ursache zu definieren und diese gilt es langfristig zu beheben. Dazu ist in den häufigsten Fällen der Fachmann unerlässlich.

 

Näheres zum Thema Schimmel unter www.biokonstrukt.com.

Wichtige Themen – bitte wählen!

Kontakt Herausgeber von explana.net

R&C Marketing KG d. Taschler Dr. Christoph & Co.
Althingstr.32
I-39031 Bruneck (BZ)
Tel. +39 0474 552 032
Fax +39 0474 830 241
info@explana.net

Wenn Sie Informationen zu einzelnen Produkten oder Firmen wünschen, setzen Sie sich direkt mit Firmen in Verbindung, die diese anbieten.