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Das Niedrigenergiehaus

Niedrigenergiehaus hat Zukunft In den vergangenen Jahren hat eine energieeffiziente Bauweise mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Auch die Gesetzgeber schreiben heute bei Neubauten einen maximalen Energieverbrauch für einzelne Bauten vor. Auch sorgen hohe Energiepreise für den Wunsch, die Betriebskosten für die eigene Wohnimmobilie niedrig zu halten. Daher haben sich in den letzten Jahren verschiedene […]

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Niedrigenergiehaus hat Zukunft

In den vergangenen Jahren hat eine energieeffiziente Bauweise mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Auch die Gesetzgeber schreiben heute bei Neubauten einen maximalen Energieverbrauch für einzelne Bauten vor. Auch sorgen hohe Energiepreise für den Wunsch, die Betriebskosten für die eigene Wohnimmobilie niedrig zu halten. Daher haben sich in den letzten Jahren verschiedene Haustypen entwickelt, welche diesem Anspruch gerecht werden wollen. Eines ist das so genannte Niedrigenergiehaus. Diese Bezeichnung tragen Wohnimmobilien in Deutschland, die pro Jahr und Quadratmeter Fläche einen Heizwärmebedarf von maximal 70 kWh haben. In Österreich spricht man von 3 verschiedenen Niedrigenergiehaustypen: Klasse A+, A und B; sie verbrauchen je qm weniger als 15, 25 und 50 kWh. In Südtirol spricht man vom Klimahaus und in der Schweiz ist ein Niedrigenergiehaus eines nach dem Minergiestandard gebautes Haus.  Früher galt der Verbrauch unter 100 kWh pro qm als fortschrittlich, heute ist 70 schon eher unterer Standard und die Tendenz geht in Richtung 0-Energie-Haus.

Niedrigenergiehaus: Das sollte man wissen

Beim Niedrigenergiehaus  kommen Baustoffe zum Einsatz, die bereits seit Jahren im Hausbau verwendet werden – allerdings in verbesserter Form und Funktion. Auch umweltfreundliche Bau- und Dämmstoffe erzielen heute gute Werte. Bei diesem Haustyp setzt man in erster Linie auf eine gute Wärmedämmung, hochperformante Wärmeschutzverglasung und energieeffiziente Heiz- sowie Haustechnik. Viele Eigentümer eines neuen Niedrigenergiehauses haben ihr Bauwerk auch mit Solarthermie und/oder Photovoltaik ausgestattet.

Bevor der Traum vom eigenen Niedrigenergiehaus aber Wirklichkeit werden kann, ist einiges an Vorarbeit zu leisten. Um die Heizwärme und Energie optimal nutzen zu können, muss das Haus an die Örtlichkeiten angepasst werden. In der Planungsphase spielt daher das Klima eine wichtige Rolle. Gleiches gilt für die Ausrichtung der Fenster: Natürlich nach Süden, um den Energiebedarf möglichst weitgehend decken zu können.

Die Wärmedämmung: Soll mit relativ wenig Energie angenehme Raumwärme entstehen, gilt es, das Haus gut einzupacken, um die Wärmeverluste zu minimieren. Eine gute Wärmedämmung ist daher eine der Grundvoraussetzungen für ein Niedrigenergiehaus.  Die meisten natürlichen Dämmstoffe (Zellulose, Flachs, Schafwolle; Mineralwolle, Steinwolle) haben gute Dämmeigenschaften. Wie bei allen Baustoffen sollte – bei gleichen wärmedämmtechnischen Eigenschaften – Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen der Vorzug gegeben werden, weil sie in der Herstellung klimafreundlich sind und in der Entsorgung keine Probleme bereiten.

Der baubiologische Wandaufbau sollte nicht nur auf möglichst nachwachsende Rohstoffe und umweltfreundliche Herstellung sondern auch auf diffussionsoffene Materialien setzen.

Die Fenster: Der Glashauseffekt muss nicht näher erläutert werden – Fenster zur Sonne sind die einfachste Art der Heizung. Allerdings garantiert nur eine Wärmeschutzverglasung eine positive Energiebilanz.

Die Wärmespeicherung: Oberflächen, die als Wärmespeicher fungieren (wie Lehm, Ton, Stein, Trasskalkputze und Fliesen, aber auch Beton und Estrich) und im direkten Einstrahlungsbereich liegen, verstärken den Zeitverschiebungseffekt (Phaseneffekt): Bei idealer Planung nehmen sie in der Zeit des Wärmeüberschusses (sonniger Tag) Energie auf und geben sie zeitverzögert (in der Nacht) als Strahlungswärme wieder ab.

Die Wärmerückgewinnung: Lüften durch öffnen der Fenster sorgt zwar für ausreichend frische Luft, ist energietechnisch betrachtet in der Praxis aber ein Verlustgeschäft – außer bei optimalen Lüftungsgewohnheiten (max. 5 min Stoßlüften). Ein System zur kontrollierten Lüftung ist heute in Passivhäuser jedoch Standard. Bis zu 50 % der in der Abluft enthaltenen Wärmeenergie können so wiederverwendet werden, um die frische Luft aufzuheizen. Im Sommer oder bei warmen Temperaturen kann auch in Passivhäusern normal über das Öffnen der Fenster oder Terrassentüren gelüftet werden. Die (kontrollierte) Wohnraumlüftung ist schließlich eine Heizung und bezieht sich auf die Zeitspanne, in der die Luft außen für den Wohnraum zu kalt ist.

Eine Frage der qualitativ hochwertigen Ausführung ist auch die Winddichtigkeit der Konstruktion. Fehlt sie, sind Wärmeverluste, v.a. aber Bauschäden und Schimmelbildung durch Kondensation langfristig nicht zu vermeiden. Beim Niedrigenergiehaus muss daher eine Winddichtigkeitsebene eingeplant werden.

Ebenfalls von Bedeutung ist die Form des Hauses. Ecken und Kanten erfüllen vielleicht die ästhetischen Ansprüche des Betrachters, können aber unter thermodynamischen Gesichtspunkten alles andere als von Vorteil sein. Es lohnt sich daher, mit einem Fachmann die Wunschvorstellungen und das technisch Machbare im Niedrigenergiehaus zusammenzuführen.

Energieeinsparungen vs. höhere Baukosten

Bauherren, die sich für ein Niedrigenergiehaus entscheiden, verfolgen in der Regel ein Ziel: Sie wollen sich unabhängiger von der teuren Energieversorgung machen. Allerdings sind die Kosten für den Bau des Niedrigenergiehauses etwas höher als für die Standardausführung. Dafür lässt sich pro Jahr einiges an Kosten einsparen, die ansonsten in die Energieversorgung fließen würden.

Über welchen Zeitraum sich die höheren Aufwendungen rentieren, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Zum einen spielt hier das Nutzungsverhalten der Bewohner eine große Rolle. Wer mit Energie bewusst umgeht, spart am Jahresende mehr als sorglose Bewohner. Weiterhin sind die tatsächlich aufgetretenen Baumehrkosten für die Amortisation entscheidend. Ein weiterer Kostenpunkt ist die Ausstattung des Niedrigenergiehauses: Photovoltaik und Solarthermie machen unabhängig, kosten aber zunächst einmal Geld.

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